Modellbau: Geometrie in Bewegung

 Workshop Geometrie in Bewegung

Bau beweglicher Modelle. Bild: Klaus Scheiber

Wegen der großen Nachfrage im vergangenen Jahr wird dieser Workshop wiederholt. Inhalt ist der Bau von einfachen beweglichen Gelenk-Ketten.
Ausstellung FS-Modelle

rechts- und linksläufiger FS Cubus simus von Alexander Heinz

Die von Alexander Heinz in modularer Origami-Technik gefertigten FS (falten-und-stecken)- Modelle werden im Rahmen der Strobl-Tagung ausgestellt. Diese Modelle wurden im März 2010 mit dem von Friedhelm Kürpig gestifteten Phänomena-Preis ausgezeichnet.
 

Modellbau: Oloid aus Papier

Ausschneiden, zusammenstecken, fertig: FS Oloid nach Paul Schatz. Entwickelt von Alexander Heinz

Heike Makatsch und das FS Oloid.

FS Oloide von Alexander Heinz. Foto: Fotosignart

Workshop im Rahmen des Oloid-Wochendes an der Tübinger Freien Waldorfschule:
Hier konnten die Teilnehmer Raum-Zeit-Formen in einfachster Papier-Konstruktion herstellen.
Raum-Zeit-Formen sind Raumgebilde, deren Oberfläche durch einen zeitlichen Verlauf entsteht, die einen in sich geschlossenen Raum umgibt.
Das Oloid ist eine der bekanntesten Raum-Zeit-Formen, und wurde von Paul Schatz (1898 – 1978) entdeckt. Das abgebildete Modell ist eine Entwicklung des Buchbinders und Geometrie-Künstlers Alexander Heinz.
Ziel war es, einen Bastelbogen zu entwickeln, der es erlaubt ein Modell ohne Klebstoff zu bauen, durch ausschneiden, falten und zusammenstecken. Was auch gelungen ist. Damit läßt es sich ohne große Schwierigkeiten unterwegs herstellen, z.B. für ein Mitbringsel.
Im Schulunterricht, für den der Bausatz später sicher auch verwendet werden wird, sind Lehrer wie Schüler dankbar, ohne lästigen Kleber auszukommen. FS steht dabei für Falten und Stecken.
Der fertige Bausatz erscheint demnächst bei der Firma Kuboid, die Modelle von Paul Schatz vertreibt. Vorher sind noch kleine technische Details zu verbessern und eine schöne farbliche Gestaltung vorzunehmen.
Das Oloid-Wochendende fand statt am 22. und 23. Oktober 2010.

Buchbinden – Rhythmus finden

Workshop Handheften – 3. Pädagogische Sommerakademie in Stuttgart

klein, schmuck, ansehnlich: historische Heft-Technik mit Alexander Heinz

Mit einfacher historischer Heft-Technik konnten Fertigkeiten erworben werden, die sich mit Schülern im Unterricht oder zuhause mit einfachen Mitteln umsetzen lassen.
Hauptsächliche Arbeitstechnik ist das Heften von Hand. Diese Arbeit hat ihren eigenen Rhythmus. Neben der technischen Machart steht die ästhetische Umsetzung im Vordergrund. Etwa in der Wahl der optisch sichtbaren Heftabstände und Proportionen der Werkstücke. Und dies in unterschiedlichen hochwertigen Materialien umgesetzt.
Dieser Workshop fand statt im Rahmen der pädagoischen Sommerakademie in Stuttgart.

Tag der Geometrie TU Graz 2010

FS Dodekaeder von Alexander Heinz

Ein Hingucker am Tag der Geometrie an der TU Graz waren die FS Modelle von Alexander Heinz.  Die in Origami-Technik hergestellten Papier-Polyeder sind Thema eines Workshops beim nächsten Tag der Geometrie in Graz, am 4. Mai 2011.  Es handelt sich um eine Reihe regulärer und halbregulärer Polyeder (Platonische, Archimedische und Catalanische Körper). Die Modellreihe umfaßt zur Zeit 25 verschiedene Modelle, die zu Präsentations-Zwecken zur Verfügung stehen.
FS Oktaeder: demnächst als Bausatz

Bausätze zum selber bauen sind zur Zeit in Entwicklung. Sie enthalten, wenn sie fertig sind, zugeschnittenes Papier, das für diesen Zweck auch in verschiedenen dreifarbigen Kombinationen  erhältlich ist. Mit einer Anleitung.
Die modulare Arbeitsweise des Falten-und-Stecken (FS) wurde bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geometrie und Graphik (DGfGG) 2010 in Aachen mit dem von Friedhelm Kürpig gestifteten Phänomena-Preis ausgezeichnet.

Phänomena-Preis 2010

In einer spannenden Abstimmung hat eine elfköpfige Jury aus Teilnehmern der 6. DGfGG-Tagung in Aachen-Kornelimünster Alexander Heinz zum ersten Träger des Phänomena-Preises gewählt. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wurde von Friedhelm Kürpig ausgelobt. Der Preis soll die Innovationskraft innerhalb der Geometrie würdigen und fördern.

Alexander Heinz gewinnt Phänomena-Preis (Foto: Georg Gläser, Wien)

Zu dem Wettbewerb waren am Freitag, den 26. März 2010 elf Teilnehmer angetreten, unter denen sich Alexander Heinz mit seiner genial einfachen Papierfalttechnik durchgesetzt hat. In der Arbeit des Buchbinder-Meisters geht modulares Origami eine fruchtbare Verbindung mit der Polyedergeometrie ein. Das Resultat sind aus vielen Teilen gesteckte und luftig leichte Papierkörper mit evidenter Symmetrie von Form und Konstruktion. Japanische Tradition und griechische Philosophie durchdringen sich. (Text: Daniel Lordick, DGfGG)

Ästhetische Geometrie Aachen 2010

Geometrie kann ästhetisch sein – und die Ästethik kann geometrischen Gesetzmäßigkeiten folgen: Geometrie als universelles Thema in Kunst und Wissenschaft. Auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geometrie und Graphik (DGfGG) stand diese Verbindung im Vordergrund. Zahlreiche Geometer aus Deutschland und Österreich beteiligten sich mit eigenen Beiträgen. Prof. Albrecht Beutelspacher berichtete über die Entwicklung des Mathematik-Museums in Giessen zu einer der erfolgreichsten Museen Deutschlands. Dr. Christoph Pöppe vom Verlag Spektrum der Wissenschaft berichtete von monumental-geometrischen Aktionen, die er mit Schülern erfolgreich durchgeführt hat.
Das Programm spiegelte die Vielfalt wieder, in der Geometrie in Wissenschaft, Lehre und Forschung, aber auch in Handwerk und Kunst und im Alltag zu finden ist. Der Bildhauer Klaus Becker aus Anröchte berichtete von seiner bilhauerischen Arbeit an grünem Anröchter Sandstein, Alexander Heinz von der Oloid-Woche in Basel, in der roter Buntsandstein bearbeitet wurde. Eine Reihe von Vorträgen veranschaulichten die Bedeutung der Geometrie im Design und auch in der Computer-Anwendung.
Parallel dazu fand in der ehemaligen Reichsabtei Aachen-Cornelimüster eine gleichnamige Ausstellung statt mit zahlreichen geometrischen Modellen, unter anderem von Ulrich Mikloweit, Daniel Lordick, Christoph Pöppe, Klaus Becker, Oliver Niewiadomski und Prof. em. Friedhelm Kürpig, der Tagung und Ausstellung organisiert hat. Eine erweiterte Neuauflage der Ausstellung ist für den April 2011 in Aachen im Super C der RWTH geplant.
Im Rahmen der Tagung wurde der von Friedhelm Kürpig gestiftete Phänomena-Preis verliehen, den in einer Abstimmung Alexander Heinz für seine gefalteten Papierpolyeder „FS Polyeder“ gewann. Eine Dokumentation der Tagung, der Ausstellung und des Wettberbwerbs sind als Tagungsband in Arbeit.

Strobl 2009

Zur 30. Geometrie-Tagung des österreichischen Fachverbandes ADG in Strobl am Wolfgangsee gab Alexander Heinz mit zwei eigenen Beiträgen Gelegenheit geometrisch in Bewegung zu kommen – ausgehend von der einfachen Tatsache, daß der Raum durch die Zeit, und die Zeit durch den Raum erfahrbar werden.
Zum 80. mal jährt sich 2009 die Erfindung des umstülpbaren Würfels von Paul Schatz. Mit diesem Modell und vielen weiteren beweglichen Modellen, die in der Folge dieser Erfindung auch von anderen erfunden wurden demonstrierte er wie belebend Geometrie wirken kann, wenn sie das Erleben als Erkenntnis-Zugang erschließt. Dies umsomehr, wenn man, wie auf der Tagung, in einem Workshop dazu die Gelegenheit bekommt, Modelle selber zu bauen.
Die im Vortrag gewählte Darstellung ist als Anregung zur Nachahmung gedacht. Der Inhalt folgt einer ähnlichen Präsentation an der TU München im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geometrie und Graphik (DGfGG) im Februar 2009.